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Trauer

Trauer ist,
wie ein großes schwarzes Loch,
durch das du in die Tiefe fällst.

Eine leere Stelle ist entstanden.
Was füllt sie aus?
Aus einer Welt voll Licht und Lachen
kippst du in das neue, unbekannte Meer der Gefühle.
Dein Glück, deine Freude am Leben, am
miteinander Leben, deine Zukunft und
deine Erinnerung,
alles fällt mit dir in das Loch.

Wo kommst du an?
Was kommt danach?
Wie lange fällst du?
Warum hat sich das Loch
so plötzlich vor dir aufgetan?
So ganz ohne Vorwarnung.
Was war der Grund, der so eine
Wandlung ausgelöst hat?
Woran soll ich mich festhalten?
Warum kann ich nicht einfach weinen?
Warum tut es so weh?

Warum
kann es nicht mehr so werden,
wie es war?




Tod
Komm mein Freund, umarme mich, wärme mich in deinen Armen.
Bring mich fort, fort aus dieser Realität. Zeige mir was
du gesehn! Vielleicht kann ich dann das Warum begreifen
und endlich verstehen. Begleite mich durch die Dunkelheit,
durch die Kälte, ganz gleich wohin, nur weg von hier! Nicht
so sehr von Bedeutung wohin, wichtig nur, dass du mich
begleitest. Selbst der Weg dorthin, in deinen Arm, ist
vielleicht schon eine Erlösung, um endlich Ruhe zu finden.




Schlafes Bruder
Schlafes Bruder, wer bist du? Schlafes Bruder wann, endlich,
kommst du, mich zu umarmen? Mich zu geleiten ins unbekannte
Nirvana. Wo ich hoffe zu finden, wonach ich mich so sehr
sehne. Will doch nur Ruhe und etwas Wärme! Wärme die mir,
hier zu geben, Niemand vermag?




Unterschied von Tier und Mensch
Da der Mensch nicht wie das Tier "nur" den körperlichen, auf
die Gegenwart beschränkten, sondern auch den ungleich größeren
von der Zukunft und Vergangenheit erborgten Leiden preisgegeben
ist, hat ihm die Natur als Kompensation das Vorrecht verliehen,
sein Leben, auch ehe sie selbst ihm ein Ziel setzt, beliebig enden
zu können und demnach nicht wie das Tier notwendig solange er kann,
sondern auch nur, solange er will, zu leben.




Human?
Wer abspringt ist nicht notwendigerweise dem Wahnsinn verfallen,
ist nicht einmal unter allen Umständen "gestört". Der Hang zum
Freitod ist keine Krankheit von der man geheilt werden muss wie
von den Masern...Der Freitod ist das Privileg des Humanen.




Mein Recht
Dass der Mensch ein "Recht" auf Selbstmord hat, darf nicht
bestritten werden. Durch die Fähigkeit der Selbstreflektion
hat er die Begrenztheit seiner Existenz und die Möglichkeit,
sie selbst zu beenden, erfasst.




Mit Leidenschaft
und alles geben,
mit Leidenschaft
mein ganzes Leben,
mit Leidenschaft
an jedem Tag,
Krieg ich zurück,
was ich wag.




Du wirst gehen...
Du wirst gehen...
aber es bleiben
die Bäume, die du gepflanzt,
wie die Bäume bleiben,
die andere vor dir gepflanzt.

Die Bäume
geben Früchte
und spenden Samen.
Die Samen
einmal kultiviert,
verwandeln sich in Bäume.

Du wirst gehen...
aber es bleiben
die Bäume, die du gepflanzt;
es wird ein Wald von Bäumen,
die Früchte geben
und fruchtbare Samen
spenden.
Leonidas Proano, Ecuador




Lass Dunkelheit sein
Lass Dunkelheit
sich breit machen
wo auch immer sie will.

Eines schönen Tages
werden
Lichtstrahlen
sie mit Füßen treten
und verjagen.

Lass Dunkelheit
sich breit machen
wo auch immer sie will.

Gib ihr nie
einen Winkel
in dir.
Mu Metha, Indien




Der ungeschickte Tröster
Einst hatte ein reicher Mann eine Tochter. Diese wurde krank und starb. Darüber wurde er sehr traurig und weinte. Ein Verwandter kam, um ihm sein Beileid auszusprechen. Er wollte weinen, konnte aber keine Tränen finden. Daher sprach er zu dem Reichen:"Weine nicht, beruhige dich! Glaubst du, auf diese Weise deine Tochter zurückholen zu können? Richte deine Augen nicht zugrunde!"

Der Reiche antwortete:"Wenn meine Tochter zurückkehren könnte, warum sollte ich dann weinen? Ich weine vielmehr, weil sie tot ist und niemals mehr zurückkehren wird." So verhalten sich die Menschen, die keinen eigenen Kummer haben und die kein Unglück erfahren haben. Sie sagen anderen, Sie sollen nicht weinen.
Märchen aus Äthiopien





Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod
Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod;
ich weiß gut,
wie seine dunklen, kalten Flure
zum Leben führen.

Ich habe eher Angst vor einem Leben,
das nicht aus dem Tod herauskommt,
das unsere Hände verkrampft
und unsere Märsche verzögert.

Ich habe Angst vor meiner Furcht
und mehr noch vor der Furcht anderer,
die nicht wissen, wohin sie gehen,
die nicht aufhören, daran festzuhalten,
was sie für ein Leben halten
und von dem sie wissen, dass es der Tod ist!

Ich lebe, jeden Tag den Tod zu töten.
Ich sterbe, jeden Tag das Leben zu erzeugen.
Und in diesem Sterben zu Tode sterbe
ich tausendmal und werde noch einmal
tausendmal wiedergeboren durch die Liebe
meines Volkes, die die Hoffnung nährt.
Julia Esquivel, Guatemala




Der Glaube ist der Vogel, der singt, wenn die Nacht noch dunkel ist.
Indischer Christ




Sterben ist das Auslöschen der Lampe im Morgenlicht, nicht das Auslöschen der Sonne.
Rabindranath Tagore, Indien




Die Palme
Durch die Oase ging ein finsterer Mann, Ben Sadok. Er war so gallig in seinem Charakter, dass er nichts gesundes und schönes sehen konnte, ohne es zu verderben.

Am Rand der Oase stand ein junger Palmenbaum im besten Wachstum. Der stach dem finsteren Araber in die Augen. Da nahm er einen schweren Stein und legte ihn der jungen Palme mitten in die Krone. Mit einem bösen lachen ging er weiter.

Die junge Palme schüttelte sich und bog sich und versuchte, die Last abzuschütteln. Vergebens. Zu fest saß der Stein in der Krone.

Da krallte sich der junge Baum tiefer in den Boden und stemmte sich gegen die steinerne Last. Er senkte seine Wurzeln so tief, dass sie die verborgene Wasserader der Oase erreichte und stemmte den Stein so hoch, dass die Krone über jeden Schatten hinausreichte. Wasser aus der Tiefe und Sonnenglut aus der Höhe machten eine königliche Palme aus dem jungen Baum.

Nach Jahren kam Ben Sadok wieder, um sich an dem Krüppelbaum zu freuen, den er verdorben. Er suchte vergebens. Da senkte die stolzeste Palme ihre Krone, zeigte den Stein und sagte:"Ben Sadok, ich muss dir danken, deine Last hat mich stark gemacht".
Afrikanisches Märchen




Der Tod und der Gänsehirte
Einmal kam der Tod über den Fluss, wo die Welt beginnt. Dort lebte ein armer Hirt, der eine Herde weißer Gänse hütete. "Du weißt, wer ich bin, Kamerad?", fragte der Tod. "Ich weiß, du bist der Tod. Ich habe dich auf der anderen Seite hinter dem Fluss oft gesehen."

"Du weißt, dass ich hier bin, um dich zu holen und dich mitzunehmen auf die andere Seite des Flusses."
"Ich weiß, aber das wird noch lange sein."
"Oder wird auch nicht lange sein. Sag fürchtest du dich nicht?"
"Nein", sagte der Hirt. "Ich habe immer über den Fluss geschaut, seit ich hier bin, ich weiß, wie es dort ist."
"Gibt es nichts, was du mitnehmen möchtest?"
"Nichts, denn ich habe nichts."

"Nichts, worauf du hier noch wartest?"
"Nichts, denn ich warte auf nichts."
"Dann werde ich jetzt weitergehen und dich auf dem Rückweg holen. Brauchst du noch etwas, Wünschst du dir noch was?"
"Brauche nichts, hab' alles", sagte der Hirt. "Ich habe eine Hose und ein Hemd und ein paar Winterschuhe und eine Mütze. Ich kann Flöte spielen, das macht lustig. Meine Gänse verstehen nicht viel von Musik.

Als dann der Tod nach langer Zeit wiederkam, gingen viele hinter ihm her, die er mitgebracht hatte, um sie über den Fluss zu führen. Da war ein Reicher ein Geizhals, der zeit seines Lebens wertvolles und wertloses Zeug an sich gerafft hatte: Klamotten, auch Gold und Aktien und fünf Häuser mit etlichen Etagen.

Der Mann jammerte und zeterte:"Noch fünf Jahre, nur noch fünf Jahre hätte ich gebraucht, und ich hätte noch fünf Häuser mehr gehabt. So ein nglück, verfluchtes!" Das war schlimm für ihn.

Ein Rennfahrer war unter ihnen, der zeit seines Lebens trainiert hatte, um den großen Peis zu gewinnen. Fünf Minuten hätte er noch gebraucht bis zum Sieg. Da erwischte ihn der Tod.

Ein Berühmter war dabei, dem ein Orden gefehlt hatte, nur ein einziger Orden, für den er Jahre aufgewendet hatte, da holte ihn der Bruder Tod. Das war schlimm für ihn.

Dann war da ein junger Mann, der hatte an seiner Braut gehangen, denn sie waren ein Liebespaar gewesen, und keiner konnte ohne den anderen leben.

Ein schönes Fräulein war dabei mit langen Haaren. Und viele Reiche, die jetzt nichts mehr besaßen, und noch mehr Arme, die jetzt auch nicht das besaßan, was sie gern hätten haben wollen.

Ein alter Mann was freiwillig mitgegangen. Aber auch er war nicht froh, denn siebzig Jahre waren vergangen, ohne dass er das bekommen hatte, was er hatte haben wollen. Schlimm für sie alle.

Als sie an den Fluss kamen, wo die Welt aufhörte, saß dort der Hirt. Und als der Tod ihm die Hand auf die Schulter legte, stand er auf, ging mit über den Fluss, als wäre nichts, und die andere Seite hinter dem Fluss war ihm nicht fremd. Er hatte Zeit genug gehabt, hinüberzuschauen, er kannte sich hier aus, und die Töne waren noch da, die er immer auf der Flöte gespielt hatte. Er war sehr fröhlich. Das war schön für ihn.
Was mit den Gänsen geschah?
Ein neuer Hirte kam.
Janosch




Auf dem Weg zu Gott
Segen sei mit dir, der Segen des strahlenden Lichtes,
Licht um dich her und innen in deinem Herzen.
Sonnenschein leuchte dir und erwärme dein Herz,
bis es zu glühen beginnt, wie ein großes Torffeuer,
und der Fremde tritt näher,
um sich daran zu wärmen.

Aus deinen Augen strahle gesegnetes Licht.
Wie zwei Kerzen in den Fenstern deines Hauses,
die den Wanderer locken,
Schutz zu suchen dort drinnen
vor der stürmischen Nacht.

Wen du auch triffst,
wenn du über die Straße gehst,
ein freundlicher Blick von dir
möge ihn treffen.

Und der gesegnete Regen,
der köstlich, sanfte Regen
ströme auf dich herab;
die kleinen Blumen mögen zu blühen beginnen
und ihren köstlichen Duft ausbreiten,
wo immer du gehst.

Der Segen der Erde,
der guten, der reichen Erde
sei für dich da.
Weich sei die Erde dir, wenn du auf ihr ruhst
müde am Ende des Tages,
und leicht ruhe die Erde auf dir
am Ende des Lebens,
dass du sie schnell abschütteln kannst,
und auf und davon
auf deinem Weg zu Gott.
Alter irischer Segen

Das © der Texte liegt bei dem jeweiligen Verfasser.



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